Aus der Corona-Krise lernen und neue Wege gehen –  Ein Rückblick auf drei Wochen „Homeschooling“

Aus der Corona-Krise lernen und neue Wege gehen – Ein Rückblick auf drei Wochen „Homeschooling“

Etwas nachdenklich und traurig hört sich die Sprachnachricht der Schülersprecherin der Mädchenrealschule Volkach, Julia Lindner, an. „Mein Abschlussjahr hatte ich mir anders vorgestellt.“ Damit spricht sie wohl tausenden Absolventen auf der ganzen Welt aus der Seele.
Hinter uns liegen drei Wochen Homeschooling – eine Entwicklung, welche nicht nur für die Schülerinnen der Mädchenrealschule Volkach, sondern für die ganze Welt recht überraschend kam und sicherlich an vielen Nerven gezehrt hat.
Die Lehrkräfte der Mädchenrealschule Volkach setzten in dieser völlig neuen Situation bewusst auf verschiedene Wege der Wissensvermittlung.
Die einen Lehrer haben mit den Schülerinnen hauptsächlich über E-Mail kommuniziert und ihnen so Aufgaben zukommen lassen. Die Schülerinnen schickten nach der Erledigung ein Foto ihrer Aufgabe an die Lehrkraft zurück. Andere nutzen die Online-Plattform mebis, welche die unterschiedlichsten Online-Angebote bzw. Möglichkeiten an Wissensvermittlung, Aufgabenstellungen und Abgabemöglichkeiten bietet. Sie gewährleistet auch, dass man den Lernfortschritt jedes einzelnen Schülers auf dem Schirm hat. Egal welcher Weg gewählt wurde, die Schülerinnen erhielten von ihren Lehrkräften immer wieder Rückmeldungen oder Verbesserungen der bearbeiteten Aufgaben. Aber auch Videokonferenzen, um Fragen zu klären, wurden durchgeführt und positiv angenommen.
„Anfängliche Probleme, welche vor allem durch die Überlastung von mebis bzw. durch den Hacker-Angriff verursacht wurden oder einfach im Umgang mit der Online-Plattform lagen, konnten durch unser Angebot, telefonisch, per WhatsApp oder per E-Mail bei Fragen erreichbar zu sein, schnell und unkompliziert gelöst werden. Mittlerweile funktioniert das Arbeiten wirklich gut“, resümierten die Mebis-Koordinatoren und Homepage-Administratoren Herr Jonas Jaklin und Frau Kerstin Page.
Hilfreich waren hierbei sicherlich auch die selbst erstellten Erklärvideos oder Merkblätter der Lehrkräfte, welche den Schülerinnen zur Verfügung gestellt wurden.
„Dieses Arbeiten, das sich vom „normalen“ Unterricht deutlich unterscheidet, hat natürlich erheblich Zeit gekostet. So konnten wir jedoch gewährleisten, dass möglichst viele Schülerinnen am Ball bleiben und sich nicht zurückziehen“, erklärte Doris Roth, die Schulleiterin. Regelmäßige Informationen der Schulleitung erhielten die Eltern zudem über Elternbriefe oder über die Homepage.
Auch das Feedback der Schülerinnen ist nach drei Wochen durchaus positiv. „Das Arbeiten im „Homeoffice“ läuft anders, aber auch ganz gut. Ein herzliches Dankeschön ergeht an unsere Lehrer, welche bei Fragen immer erreichbar waren und uns unterstützt haben. Sie wissen ja, dass ich lieber in der Schule bin, aber wir müssen das Beste aus der Situation machen“, so die Schülersprecherin Julia Lindner.
Es lässt sich also rückblickend feststellen, dass mit dieser Art von Unterricht, welche zu Beginn durchaus problembehaftet war, auch Chancen verbunden sind, welche die Mädchenrealschule Volkach mit in die Zukunft nehmen und nutzen möchte.

Text: Frau Kerstin Page

Fotos aus dem Homeoffice: Julia Lindner (Schülersprecherin), Frau Kerstin Page, Herr Jonas Jaklin