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Stadtführung durch Volkach


27.04.2015

Die Klasse 7 a mit Frau Goodwin und Frau Volk
Die Klasse 7 a mit Frau Goodwin und Frau Volk

         
 
 
Am 24. März 2015 nahmen wir, die Klasse 7 b, an einem Informationsrundgang durch Volkach teil. Unsere Geschichts- und Englischlehrerin Frau Goodwin und Frau Volk, eine erfahrene Gästeführerin vom Tourismusbüro, waren die Stadtführerinnen.
 
Sicher findet ihr es auch sehr interessant, über die Stadt eurer Schule genauer Bescheid zu wissen. Deshalb wollen wir euch von unseren Einblicken etwas weitergeben.
 
Ein Teil der Volkacher Geschichte wurde von dem Lateinlehrer Niklas Brobst in dem berühmten Salbuch festgehalten. Es umfasst 1050 Seiten, auf denen vor allem Rechtsvorschriften stehen. Da es aber zusätzlich viele Miniaturbilder enthält, stellt es auch den Alltag unserer Kleinstadt im ausgehenden Mittelalter lebendig dar. Das Salbuch wiegt fast 5 kg! Wer möchte, kann es sich im Internet unter http://www.hdbg.de/fra-mitt/german/salbuch/index.html ansehen oder sich eine eigene Kopie im Touristeninformationsbüro kaufen.
 
Die Lateinschule, an der Niklas Brobst Lehrer war, befand sich neben der katholischen Kirche. Damals wurden aber nur Jungen unterrichtet – die Mädchenrealschule gab es noch nicht!
 
Ganz in der Nähe befindet sich das ehemalige Badhaus. Dort betrieben die Leute früher nach Geschlechtern getrennt Körperpflege, da man kein eigenes Badezimmer hatte. Es wurde bis zum Jahr 2011 aufwändig renoviert, und die Bauherren erhielten dafür sogar die Bayerische Denkmalschutzmedaille. Der heutige Besitzer öffnet jedes Jahr am Weihnachtsmarkt seine Türen und lässt die historischen Gemäuer besichtigen.
 
Das Schelfenhaus ist eine kleine barocke Residenz, deren Bau Anfang des 18. Jahrhunderts von Johann Georg Adam Schelf und seiner Frau Anna Regina, geborene Balbus, in Auftrag gegeben wurde. Die Wappen der beiden Familien Schelf und Balbus sind noch oberhalb der Eingangstür zu bewundern. Im Wappen der Familie Schelf sieht man einen Mann, der einen Apfel mit teilweise abgelöster Schale in der Hand hält. Diese Schale soll auf den Namen „Schelf“ hinweisen. Der breite Treppenaufgang und der zahlreiche Stuck zeugen vom Reichtum des Erbauers. Das Schelfenhaus ging 1950 in den Besitz der Stadt Volkach über. Heute befinden sich dort unter anderem die Bücherei und ein wunderschöner Saal für Festlichkeiten. 
 
In der Barockscheune ist ein kleines Museum, in dem das Salbuch aufbewahrt wird. Es bietet wechselnde Ausstellungen im Foyer und hat bleibende Exponate zum Thema Weinbau. 
 
Das Untere Tor wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Bei einem Brand bot es den schnellsten Weg durch die Stadtmauer zum nächsten Gewässer, nämlich zu dem Bach „Volkach“. Vor diesem Tor befand sich früher eine kleine Fischereisiedlung. 
 
Unsere letzte Station war das Rathaus. Es wurde 1544 erbaut und nicht nur als Amtsgebäude genutzt: Im Erdgeschoss war eine Markthalle, im Stockwerk darüber befand sich ein Festsaal. Der Raum unter der Freitreppe diente als Gefängnis. Und es gab noch eine Besonderheit: Vom Festsaal im ersten Stock führte ein Geheimgang zu den Weinkellern, damit die Gastgeber schnell und unauffällig Nachschub holen konnten.
 
An den Rathausplatz angrenzend befanden sich die Häuser der reichsten Bürger. Man kann heute noch das schöne fränkische Fachwerk bewundern.
 
Vielen Dank an Frau Goodwin und Frau Volk für die kurzweilige Stadtführung. Sie hat uns sehr gefallen, da wir jetzt etliches Neues über die Volkacher Geschichte wissen.
 
Text: Maike Heldt, 7 b
 
              
(Diese Bilder entstanden bei der Stadtführung der Klasse 7 a. Fotos: Maxime Wicher, 7 a)
 
 
 
 
 
 


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