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Ökonomische Verbraucherbildung


10.03.2015

 
"Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben"
Neues Wahlfach "Ökonomische Verbraucherbildung" an der Mädchenrealschule Volkach
 
Bitten die Jugendlichen heutzutage selbst schon um praxis- und lebensnahe Ausbildung in der Schule, so sind diese an das neue Wahlfach "Ökonomische Verbraucherbildung" an die Mädchenrealschule der Franziskanerinnen in Volkach zu verweisen. 
Unter der Leitung der Fachlehrkraft Frau Christine Leibold werden 14 freiwillige Mädchen der beiden 8. Klassen darin geschult, die ökonomische Lebenswirklichkeit, die hohe Anforderungen hinsichtlich Finanz-, Medien-, Konsum- und Ernährungs-/Gesundheitskompetenz stellt, besser meistern zu können. So beschäftigt sich die aktive Schülerinnengruppe theoretisch und vor allem praktisch mit Themen wie Durchblick im Versicherungsdschungel, Abo-Fallen, Vorsorgeangebote, Werbung, Mediennutzung u.v.m., um später diesen Bereichen kompetent gegenüber zu treten und ihr Leben somit vorausschauend bestreiten zu können.
"Endlich beschäftigen wir uns mit Themen, die normalerweise im schulischen Alltag bzw. in den Lehrplänen keinen Platz finden, obwohl sie für später so wichtig sind", fasst Selina, eine begeisterte Schülerin, überzeugend zusammen.
Bereichernd wirkte für die Mädchen der Expertenbesuch zur Aufklärung über Falschgeld an unserer Schule. Darüber hinaus lernten sie in der ortsansässigen Sparkasse durch einen Mitarbeiter die Gefahren bei der Nutzung der EC-Karte, den Weg der Überweisung von der Abgabe durch den Kunden bis zur Buchung und die Bestückung eines Geldautomaten kennen.
Hautnah erlebten die Schülerinnen die "Tricks" der Werbung, indem sie zwei Supermärkte genauer unter die Lupe nahmen. 
"Wir sind noch keine 18 Jahre alt, aber haben schon einen Einblick in die wichtigen Dinge des Lebens wie Versicherungen, Bankgeschäfte usw. erhalten", antwortet ein Mädchen auf einen kürzlich in der Tageszeitung veröffentlichten Bericht einer fast 18-jährigen Schülerin.
 
 
Text: Frau Christine Leibold und Frau Kerstin Petz 
Foto: Frau Christine Leibold (Schülerinnen aus den 8. Klassen der MRS Volkach)


Aus der Sicht zweier Schülerinnen:

Wir, Schülerinnen aus den beiden 8. Klassen, haben uns dazu entschieden, an dem Wahlfach „Ökonomische Verbraucherbildung“ teilzunehmen.
 
Die ökonomische Lebenswirklichkeit stellt an uns Schülerinnen hohe Anforderungen hinsichtlich Finanz-, Medien-, Konsum-, und Ernährungs-/Gesundheitskompetenz. Die bayerische Realschule will uns Jugendliche mit diesen Anforderungen nicht alleine lassen. Das neue Wahlfach „Ökonomische Verbraucherbildung“ setzt genau an diesen Anforderungen an und trägt zur Anbahnung dieser Kompetenzen bei, damit wir im Dschungel von Versicherungen, Finanzierungsangeboten, Abo-Fallen, Vorsorgeangeboten, Werbung, Mediennutzung, vorausschauend unser Leben be-streiten können.
 
Dabei lernen wir z. B. etwas über Finanzen
  • Medien
  • Konsum
  • Ernährung und Gesundheit.
 
Ein paar Aussagen von Schülerinnen, warum sie dieses Wahlfach besuchen:
  • „Weil es etwas für die Zukunft ist“ - Katharina, 8 a
  • „Man lernt auf Dinge des Alltags zu achten“ - Sandra, 8 a
  • „Da wir uns mit Themen beschäftigen, die wir normalerweise im schulischen Alltag nicht durchnehmen“ - Selina, 8 b   
 
23.09.2014 - In den ersten beiden Unterrichtsstunden informierten wir uns über die Einführung des Euros und die daraus resultierenden Vor- bzw. Nachteile für uns Bürgerinnen. Außerdem haben wir über die EC-Karte gesprochen und welche Gefahren sich daraus ergeben. Zudem beschäftigten wir uns mit dem Thema Homebanking.
 
30.09.2014 - In den nächsten beiden Stunden füllten wir, nachdem wir uns eine Rechnung einer Firma anschauten, eine Überweisung mit der neu eingeführten IBAN-Nummer aus. Wir stellten fest, welche Staaten an der neuen Euro-Überweisung teilnehmen. Danach sind wir in den IT-Raum gegangen, um die Sicherheitsmerkmale des Geldes auf einer Webseite der Europäischen Zentralbank zu den verschiedenen Euro-Scheinen anzuschauen. Wir lernten, dass man durch Sehen, Kippen und Fühlen Falschgeld erkennen kann. Dies werden wir laut Frau Leibold auch noch in der Realität durchführen.
 
21.10.2014 – Der nächste Termin verlief anders als die anderen zwei voran gegangenen. Wir machten einen Ausflug in die Sparkasse Volkach. Dort wurde uns zuerst das Institut vorgestellt. Danach teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Uns wurde gezeigt, wie ein Geldautomat befüllt wird. Wir wurden über die Sparkasse informiert, z. B. welches Gehalt jeder Auszubildende bekommt oder wie viele Mitarbeiter in jeder Filiale tätig sind und vieles mehr. Auch ging es hier wieder um das Thema Falschgeld. Ein Mitarbeiter zeigte uns unter anderem, dass echtes Geld auf Papier abfärbt.
 
04.11.2014 – Uns besuchte ein Angestellter der Deutschen Bundesbank aus der Filiale Würzburg und zeigte uns Falschgeld sowie einige Fakten über die Entstehung der europäischen Union und ihre einzelnen Mitgliedsstaaten. Außerdem erklärte er uns die verschiedenen Funktionen von Geld. Er zeigte die Unterschiede von Falschgeld und echten Banknoten auf, was wir dann auch praktisch an einigen Banknoten überprüften. Er veranschaulichte uns anhand von Statistiken, welche Banknote am häufigsten gefälscht wird und wie schwierig es ist, echtes von falschem Geld auseinanderzuhalten, dass es aber wichtig sei, vorsichtig z. B. beim Einkaufen zu sein. Sein Satz, der uns am meisten in Erinnerung blieb, war: „Für Falschgeld gibt es keinen Ersatz!"
 
11.11.2014 – Wir beschäftigten uns mit dem Thema Werbung. Zuerst analysierten wir sog. Einkaufsfallen in einem Supermarkt anhand eines Textes und diskutierten über die Problematik von den Überangeboten, die uns dazu verleiten viel zu viel einzukaufen. Danach führten wir ein Interview mit der jeweiligen Banknachbarin durch, um ihr Kaufverhalten zu ermitteln. Zum Schluss skizzierte jede für sich, wie aus ihrer Erfahrung ein Supermarkt aufgebaut ist. Dies werden wir in der nächsten Woche in Volkach überprüfen.
 
18.11.2014 – Wir sind an diesem Tag in zwei Supermärkte gegangen und haben sie miteinander verglichen. Dabei erkannten wir, was wir die Stunde zuvor besprochen und erarbeitet hatten, wie ein Einkäufer beim Einkaufen "ausgetrickst" wird, damit er mehr kauft. Wir bearbeiteten verschiedene Blätter zu jedem Supermarkt, wobei uns so einiges aufgefallen ist.
 
25.11.2014 – Eine Woche darauf haben wir die Arbeitsblätter besprochen und haben unsere Meinungen miteinander ausgetauscht. Wir diskutierten darüber, wie man manches findet. Danach haben wir über die verschiedenen Label geredet. Wir bekamen ein Übungsblatt zum Erarbeiten der verschiedenen Zeichen. Dieses Blatt hatte die Überschrift „Licht im Label-Dschungel“. Zum Erarbeiten sind wir in den IT-Raum gegangen und haben uns, wie das Thema schon sagt, durch den Label-Dschungel gearbeitet.
 
         
 
Text: Leonie Konrad und Michelle Lawson, 8 b
Fotos: Frau Christine Leibold
 
 
 


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