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Verkehrserziehung an der Mädchenrealschule Volkach


14.09.2015

Verkehrserziehung an der Mädchenrealschule Volkach
Auch in diesem Schuljahr nahm sich das Team der WM-Fahrschule aus Volkach wieder Zeit, um unsere Schülerinnen für die Gefahren und das richtige Verhalten im Straßenverkehr zu sensibilisieren. 
 
         

   
 
Am Freitag, den 24.07.2015, waren die 6.-Klässlerinnen an der Reihe. „Frau Page, was machen wir denn da?“ Die Spannung war groß – zu Recht. In diesem Jahr setzten die WM-ler wieder neue Impulse, um den Mädchen das ernste Thema „Straßenverkehr“ nahezubringen. Wie auch im täglichen Fahrschulunterricht arbeitete Dirk Märkert, einer der beiden Inhaber der WM-Fahrschule, mit dem neuen „Fun-Learn“-Konzept. Dahinter versteckt sich die abwechslungsreiche und vor allem unterhaltsame Vermittlung der Lerninhalte. Beamerpräsentationen gehören hier bereits der Vergangenheit an. Die Mädchen staunten nicht schlecht, wie unterhaltsam Unterricht sein kann. Dabei durfte natürlich die Wiederholung der wichtigsten Vorfahrtsregeln und deren Anwendung mit Bobby-Cars nicht fehlen. Außerdem vermittelte der Chef den Sechstklässlerinnen, wie wichtig es ist, beim Fahrradfahren oder auch bei anderen Freizeitaktivitäten einen Helm zu tragen. Wie einige Schülerinnen aus der Klasse 6 B aus eigener Erfahrung berichteten, kann ein Helm vor ernsthaften Verletzungen wie Gehirnerschütterungen schützen. Optisch veranschaulicht wurde das Ganze mithilfe von „Eierköpfen“, die mit und ohne Helm zu Boden fielen. So erlitt der „Eierkopf“ ohne Helm viel schlimmere Verletzungen als sein Zwilling mit Helm. Als letzter Programmpunkt stand wohl eine der größten Gefahren des Straßenverkehrs auf dem Plan: der Tote Winkel, der vor allem bei großen Fahrzeugen wie Bussen oder LKWs häufig unterschätzt wird. Nachdem die Thematik kurz im Fahrschulraum besprochen wurde, wartete die größte Überraschung des Tages auf die Mädchen. Auf dem Parkplatz vor der Fahr-schule stand ein echter großer LKW. „Ist der für uns? Dürfen wir da jetzt mal rein?“, konnte man es aus allen Richtungen erstaunt und voller Vorfreude hören. Am LKW angekommen wurde zuerst eine Schülerin auf dem Fahrersitz platziert, um dann gemeinsam mit den Klassenkameradinnen herausfinden zu können, was ein LKW-Fahrer aus seinem Fahrzeug heraus sehen kann. Erschrocken stellten die Sechstklässlerinnen fest, wie groß die Bereiche sind, in denen Fußgänger oder Fahrradfahrer - sogar ganze Autos - nicht wahrgenommen werden können und sich deshalb die Unfallgefahr hier enorm erhöht. Als sie sich noch einmal alle Bereiche des Toten Winkels, die mit Trassierband abgegrenzt waren, von vorne ansahen, waren die Schülerinnen sichtlich beein-druckt. „Ich werde in Zukunft viel besser aufpassen, wenn ich mich großen Fahrzeugen nähere. Die Fahrer können mich ja oft überhaupt nicht sehen. Da ist es wichtig, dass ich auch mitdenke und auf mich aufpasse“, war das Résumé einer Sechstklässlerin.
„Und, hat es euch heute Spaß gemacht?“, fragte ich die 6 A nach der dreistündigen Exkursion. Ein lautes, fröhliches „Jaaaa!“ kam mir entgegen. Gefolgt von der Frage: „Wann können wir so etwas wieder machen?“
Bereits am Dienstag, den 21.07.2015, besuchten die 8. Klassen die WM-Fahrschule. Die Schülerinnen, die das beschriebene Programm bereits in der 6. Klasse kennengelernt hatten, wiederholten auch in diesem Jahr noch einmal die grundlegenden Verkehrsregeln. Hierbei wurde ebenfalls mithilfe des neuen „Fun-Learn“-Konzeptes gearbeitet. So unternahmen die Mädchen gemeinsam mit ihrer Banknachbarin eine Fahrt durch die Stadt. Eingebunden war diese Fahrt in eine reale Situation: Martin will seine Freundin Susanne abholen, um mit ihr ins Kino zu gehen. Die Mädchen mussten also auf einem ausgedruckten Stadtplan Schritt für Schritt, wie in der Geschichte beschrieben, den gleichen Weg wie Martin abfahren und dabei einige knifflige Verkehrssituationen meistern. Anschließend spielten die Schülerinnen gemeinsam ein Verkehrsschilder-Domino. Im zweiten Teil wurden die 8.-Klässlerinnen für den Themenbereich Alkohol und Drogen sensibilisiert. Dabei kamen reale Fallschilderungen zum Einsatz, indem Jugendliche von ihren Erlebnissen mit Alkohol und Drogen und den sich daraus resultierenden Folgen erzählten. Ein emotionaler Film, der sich um ein Mädchen dreht, das bei einem Autounfall ihren Freund verloren hat und seither selbst mit einer Beinprothese leben muss, rundete die ganze Thematik ab.
Am Ende der Unterrichtseinheit konnten wir noch einen fruchtigen Cocktail schlürfen und alle waren sich einig, dass dieser auch ohne Alkohol super schmeckt.
Ein herzliches Dankeschön ergeht natürlich an das ganze Team der WM-Fahrschule in Volkach, die wieder enorm viel Zeit investiert hat, um den Mädchen diese ernsthaften Themen nahezubringen. Natürlich möchten wir uns auch bei Herrn Rainer Michel, Inhaber der Spedition Michel, bedanken, der uns kostenfrei einen seiner LKWs zur Verfügung gestellt hat, um die Gefahren des Toten Winkels zu veranschaulichen.
 
 
Text und Foto/s: Frau Kerstin Page
 


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