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Unsere Abschlussfahrt nach Berlin


16.05.2018

Unsere Abschlussfahrt nach Berlin

 

Am 9. April ging es los. Wir drei 10. Klassen fuhren zusammen mit den Lehrerinnen Frau Eißner, Frau Weimann und Frau Hertle, die es oftmals nicht einfach mit uns über 60 Mädchen hatten, auf Abschlussfahrt. Wo es hin ging? Natürlich in unsere schöne Hauptstadt Berlin. Viele geschichtliche, aber auch lustige Programmpunkte warteten auf uns. Am ersten Tag fuhren wir nach Potsdam. Dort durften wir uns im Park des Schlosses Sanssouci bei herrlichem Sonnenschein etwas von der Fahrt erholen, bis wir weiter zu unserem Hostel in Berlin Mitte fuhren. Eine Gruppe von uns besuchte schon gleich das Stück "Nassa #7 Leben" im Grips-Theater und hatte die Möglichkeit mit den Schauspielern sowie dem Protagonisten, von dessen  Leben das Stück handelt, ins Gespräch zu kommen. Alternativ dazu stand die Show der "Blueman Group" auf dem Programm, die wir am Donnerstag anschauten. Am nächsten Morgen lernten wir Berlin bei einer Stadtrundfahrt mit Reiseführern kennen. Danach ging es Richtung Brandenburger Tor, wo wir uns trafen, um zusammen zu Madame Tussauds und anschließend zu Berlin Dungeon zu laufen. Also Spaß hatten wir dort auf jeden Fall und das Gruselkabinett sorgte nicht nur bei uns Schülerinnen für Gänsehaut. Unsere gute Laune verdankten wir neben den tollen Programmpunkten dem wundervollen Wetter. Geschichtliche Programmpunkte wie Checkpoint Charliy, "Topografie des Terrors" und der Besuch des Bundestags waren am nächsten Tag dran. Wir sammelten so viele Informationen über unsere Vergangenheit und unser jetziges politisches System. Ein Highlight an diesem Tag war die Aussicht, die wir von dem Dach des Reichstagsgebäudes hatten.

     

   

     

 

Der vierte Tag war für uns einer der spannendsten und emotionalsten Tage der Woche. Nach der Besichtigung des Holocaust Denkmals durften wir das Stasi-Gefängnis in Hohenschönhausen ansehen. Dort bekamen wir einen Einblick, wie es vor gar nicht so langer Zeit bei uns in Deutschland ablief. Durch einen Zeitzeugen, der selber vor 35 Jahren inhaftiert war, bekamen wir wirklich berührende Einblicke. Sehr ergreifend erzählte er uns von seinem Leben. Dieser Mann wurde in Folge eines Fluchtversuchs mit 19 Jahren eingesperrt und wahrlich psychisch fertig gemacht. Die meisten Menschen, die das auch durchmachten, können heutzutage kein normales Leben mehr führen. Er jedoch erfüllte sich all seine Träume und reiste durch die Welt. Auch erzählte er uns, dass er während dieser Reisen nach Jahren wieder lachen konnte. Trotzdem hat er sich dazu entschlossen, zurück zu kehren und Menschen, wie uns, die Wahrheit über die damalige Zeit zu erzählen. Neben dieser wahnsinnigen Führung bekamen wir Tipps und Lebensweisheiten von ihm, die am Ende sogar Schülerinnen zum Weinen brachten. Wir bewunderten diesen Mann sehr und vergessen diesen Tag sicherlich nicht so schnell.

Letzter Programmpunkt unserer Reise war der Besuch im Bundesrat, bei dem wir sogar selber einen Gesetzesentwurf in Form eines Rollenspiels vornehmen durften. Die Woche haben wir alle sehr genossen, schlossen neue Freundschaften und sahen teilweise zum ersten Mal unsere Hauptstadt.


Text: Lena Ziegler, 10 a und Frau Kerstin Hertle

Fotos: Büro Frau Dr. Weisgerber

 

 



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