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Topmodel Sara Nuru


06.02.2010

Topmodel Sara Nuru besucht Mainfranken
Seit nunmehr einem halben Jahr kennt die ganze Welt ihren Namen: Sara Nuru, Gewinnerin von Germany’s next topmodel 2009. Sie gehört zu den Großen der Glitzer-Glamour-Welt, läuft für die einflussreichsten Designer, trifft Stars aller Herren Länder, ihr Foto prangt auf allen Titelblättern. Die Schülerin ist wie ein Stern am Himmel von den Machern um Heidi Klum hochkatapultiert worden – und trotzdem sich selbst treugeblieben, so scheint es.
Als Botschafterin der 1981 von dem Schauspieler Karl-Heinz Böhm ins Leben gerufenen Stiftung „Menschen für Menschen“ besuchte Sara Nuru am 2. Oktober Mainfranken. Nur wenige Vertreter aller Schulen des Landkreises Würzburg, Schweinfurt, Kitzingen hatten die Gelegenheit , in der Pressekonferenz bei der Mainpost Würzburg für ihre Schülerzeitungen Sara exklusiv zu interviewen, über ihren stressigen Alltag im Modelleben, ihren Besuch in ihrem bitterarmen Heimatland Äthiopien. Wie sie den Menschen ihre Stimme gibt, die nicht selbst für sich sprechen können, weil ihnen niemand zuhören würde. 
 
Zart, beinahe zerbrechlich wirkt sie, wie sie da vor uns sitzt, und doch liegt in ihrem Strahlen eine unverkennbare Kraft. Aus ihren schönen Augen sprechen Energie und Tatendrang, doch als sie uns von ihren Erlebnissen in Äthiopien berichtet, flammt auch ein Ausdruck von Trauer in ihnen auf. „Ich hätte eine von ihnen sein können“, erklärt sie ernst, „ Ich hätte wie sie in bitterer Armut aufwachsen können, in eine der wenigen Schulen gehen können, in denen in einem dunklen Raum 50 Kinder pro Klasse unterrichtet werden, denen es am Nötigsten fehlt. Doch, ich hatte das Glück Eltern zu haben, die mich und meine Geschwister vor diesem Schicksal bewahren konnten, dafür werde ich ewig dankbar sein.“ Man glaubt es ihr aufs Wort.
Weiter erzählt Sara von der Offenheit und Freundlichkeit, mit der ihr die Menschen dort begegnet sind, und von ihrem Wunsch, ihre Bekanntheit zu nutzen, um auf deren Not aufmerksam zu machen und ihre Situation zu verbessern. „Sie kannten mich nicht und haben mich trotzdem sofort als eine der Ihren aufgenommen, sie hatten keinerlei Berührungsängste“, so Sara. Um zu verdeutlichen, wie groß die Not dort ist, hat Sara einen kurzen Dokumentarfilm mitgebracht. Er zeigt die berührendsten und erschreckendsten Momente ihres Äthiopienaufenthalts. So still und in sich gekehrt, so aufgerührt haben wir Sara, die bei Heidi Klum immer vor Energie zu sprühen schien, noch nie erlebt. Man kann deutlich erkennen, wie sie mit den Menschen mitfühlt, wie ihr Schicksal sie berührt. Als der Film sein Ende erreicht, herrscht bedrücktes Schweigen.  Vergessen sind die vielen mitgebrachten Fragen zum schillernden Modelleben, zu ihren bewegendsten Erlebnissen als Germany’s next topmodel , zu ihrem Leben davor.
Zum Abschluss dann noch ein überraschendes Geständnis: Sara erzählt uns, dass sie eigentlich noch länger in Äthiopien bleiben wollte, obwohl in New York schon die Fashion Week auf sie wartete, der Traum jedes Models. „Ich konnte es gar nicht genießen und wäre viel lieber noch eine Woche in Äthiopien geblieben“, gesteht sie, „die Menschen dort sind viel tiefgründiger, mein Besuch dort hat mich persönlich sehr verändert.“ 
Uns deiner auch, Sara
Denn als du schon weiter zu deinen Autogrammstunden saust, zu Hunderten von Fans in Innenstadt und Mainfrankenpark, sind wir immer noch verdattert von so viel Strahlen und Offenheit und Willen, sich für andere einzusetzen.

Katharina Hack, 8 b 



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