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Tod und Trauer im Religionsunterricht


19.01.2016

Tod und Trauer im Religionsunterricht
 
Da das Thema Tod und Sterben ein bedeutender Bestandteil unseres Lebens ist, haben wir uns im Religionsunterricht sehr intensiv damit beschäftigt. Wir haben gelernt, dass es sehr wichtig ist, über dieses Thema zu sprechen und es nicht einfach zu verdrängen.
 
Zuerst haben wir die fünf Sterbephasen nach Frau Dr. Kübler-Ross kennen gelernt. Sie hat als Ärztin viel mit Sterbenden zu tun gehabt und erlebt, dass viele von ihnen verschiedene Phasen durchlaufen.
In der ersten Phase leugnen die meisten Menschen die Realität, da sie nicht wahrhaben wollen, was mit ihnen passiert.
Während der zweiten Phase versuchen viele mit Gott zu verhandeln und bitten ihn, dass sie noch länger leben dürfen.
Zorn und Aggressionen sind die Bestandteile der dritten Sterbephase.
Daraufhin folgen Trauer und Isolation, welche in der vierten Phase erfolgen.
In der fünften und somit letzten Phase akzeptieren die Betroffenen ihre Situation und können loslassen.
Heute wissen wir, dass diese Phasen nicht alle in dieser Reihenfolge stattfinden müssen. Trotzdem können sie eine Hilfe sein, Sterbende und auch Trauernde zu verstehen, da auch die Angehörigen ähnliche Schritte durchlaufen.
 
Mit den Trauernden sollte man sehr einfühlsam umgehen und ihnen so viel Zeit lassen, wie sie zum Trauern benötigen. In so einer schwierigen Zeit brauchen die Betroffenen viel Zuneigung und Aufmunterung von nahe stehenden Personen. Dennoch suchen die Trauernden auch meist Ruhe und Zeit für sich selbst. 
Wenn solch eine Situation eintritt, sollte man als Außenstehender die Situation nicht herunterspielen, sondern diejenigen ernst nehmen.
Des Weiteren haben wir uns mit Nahtoderfahrungen befasst. Unter einer solchen Erfahrung versteht man, dass Menschen für eine gewisse Zeit nahe am Tod waren, z. B. wenn der Herzschlag und die Atmung ausgesetzt haben.
Nach ihrer Reanimation erzählen sie manchmal von schönen und frohen Erfahrungen in einer jenseitigen Welt.
Oft wird davon berichtet, dass die Menschen ihren Körper verlassen und sich von oben aus der "Vogelperspektive" gesehen haben. 
Als Beweis für ein Leben nach dem Tod kann das nicht gesehen werden, weil diese Menschen nur am Rand des Todes waren. 
Beeindruckend ist aber zu hören, dass Menschen, die solche Erfahrungen gemacht haben, keine Angst mehr vor dem Sterben haben.
 
In einer Schulstunde haben wir den Friedhof in Volkach besucht. Wir haben erfahren, dass dieser Friedhof einige sehr alte Gräber besitzt. Gemeinsam haben wir uns Gräber angeschaut und gemerkt, dass diese sehr unterschiedlich gestaltet sind. Es gibt Gräber, die sehr schlicht und einfach gehalten sind und welche, die sehr auffällig und modern sind.
Unsere Lehrerin, Frau von Wietersheim, hat uns einige Gräber und die Leichenhalle gezeigt. In dieser Halle werden die Toten in ihrem Sarg aufgebahrt. Dies macht man, um einige Tage abzuwarten, bevor der Mensch beerdigt wird. In dieser Zeit können die Trauernden den Verstorbenen noch einmal sehen und sich verabschieden.
Außerdem hat unsere Religionslehrerin uns eine Statue vor der Leichenhalle gezeigt, auf der Jesus am Kreuz, eine Schlange und ein Totenkopf zu sehen sind. Jesus Christus am Kreuz steht für die Auferstehung und das Leben, der Totenkopf ist ein Symbol für den Tod und die Schlange soll das Böse in der Welt verdeutlichen.
 
Die Aussage dieser Statue ist:
Unser Gott ist stärker als der Tod und er besiegt das Böse in der Welt.
 
In der nächsten Stunde hat unsere Lehrerin zwei Hospizmitarbeiterinnen zu uns an die Schule eingeladen. Diese haben uns viel über ihre Arbeit erzählt und uns auch genaueres über diese Tätigkeit erklärt. Beispielsweise haben sie-uns geschildert, wie sie Menschen bei dem Sterben begleiten und auch, wie sie darauf gekommen sind, diese Tätigkeit auszuüben.
Diese Gründe waren sehr persönlich und berührend. Durch die Arbeit eines Hospizhelfers kann den Angehörigen der Sterbenden eine große Last genommen werden. Vermutlich ist es auch das, was die Hospizhelferinnen dazu bewegt hat, den Menschen in den letzten Tagen ihres Lebens beizustehen. 
 
Am Ende haben wir noch Fragen gestellt, die Sie uns sehr ausführlich beantwortet haben. Dieser Besuch der zwei Frauen hat das Thema sehr gut abgerundet und noch einmal verdeutlicht und vertieft.
 
 
Text: Lena Kamusin und Christina Hertwig (beide 10 A)
Foto: Frau Ingrid v. Wietersheim
 
 
 


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