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Theaterworkshop 2015


23.05.2015

Foto: Frau Sigrid Plutz
Foto: Frau Sigrid Plutz
 
Theaterworkshop 2015 im Montanahaus in Bamberg
 
 
Auch in diesem Jahr fuhren wir, die Theatergruppe unter der Leitung von Frau Sigrid Plutz,  für zweieinhalb Tage, vom 14. bis 16. Mai, für unser großes Theaterstück zum Spielen, Lernen und Feilen nach Bamberg. Allerdings war es dieses Mal etwas anders als sonst.
 
Wir hatten uns "große Schuhe angezogen", wir wollten den „Sommernachtstraum“ von William Shakespeare spielen, zwar gekürzt, aber mit Originaltexten. Zudem hatten wir erst Mitte März angefangen und hatten so unsere Schwierigkeiten mit der altertümlichen Sprache. Das hieß im Klartext, keiner konnte noch etwas auswendig.
Zu unserem Glück erklärte sich Sr. Inge bereit, mitzufahren und die Rollen mit uns zu pauken.
 
Auch unser Reisetermin unterschied sich von denen der letzten Jahre: Da acht 10.-Klässlerinnen dabei waren, passte nur das Wochenende von Christi Himmelfahrt. Also fuhren wir am Feiertag Mittag von Seligenstadt aus los. Alles klappte, das Wetter verhieß uns nur Gutes und in Bamberg transportierte uns der Bus ohne Umsteigen gleich anschließend zum Montanahaus, wo wir von den dortigen Schwestern schon erwartet und herzlich begrüßt wurden. Nach dem Beziehen der Zimmer und einem Imbiss ging es sofort los. Wir arbeiteten und spielten in Gruppen, Sr. Inge lernte mit uns die Rollen und half beim Ausdruck und der Darstellung, Frau Plutz studierte die Szenen ein. Wir arbeiteten in Einheiten von zwei bis zweieinhalb Stunden, begannen mit einem Warm-up, wobei alle sehr viel Spaß hatten und machten am Ende immer eine größere Pause, was unbedingt notwendig war, musste man sich vorher doch sehr konzentrieren.
 
Selbstverständlich durfte der obligatorische Stadtgang am Freitag nach dem Mittagessen nicht fehlen. Bei herrlichem Wetter wanderten wir den Stefansberg hinunter und stürzten uns ins Gewühl. Kurz vor dem nachmittäglichen Imbiss fuhren wir mit dem Bus wieder hinauf und danach spielten wir weiter.
Am Samstag dann probierten wir unter viel Gelächter die mitgebrachten Kostüme und berieten, was wir für die Vorstellung noch benötigten. Danach spielten wir den Sommernachtstraum von Anfang bis zum Ende ohne Skript durch und, oh Wunder, es ging schon ganz gut; am Nachmittag übten wir das Ganze dann noch einmal.
Am Samstag, kurz bevor wir zum Bus gingen, fand wie immer das abschließende Feedback und ein Resümee der Tage statt.
Alle waren einhellig der Meinung, dass trotz Pauken, Konzentrieren und oft das viele, ermüdende Wiederholen einzelner Szenen, es jedem Gelegenheit gegeben hatte, den anderen besser kennen zu lernen und es rundherum für alle eine sehr fruchtbare und lehrreiche Zeit war. Wir alle wuchsen zu einer Gruppe zusammen mit einem Ziel und jeder spielte darin eine wichtige Rolle. Die Schwestern nahmen uns wieder liebevoll auf und verköstigten uns reichlich.
 
… Und wer gedacht hatte, 10. Klasse und 6. Klasse könnten nicht miteinander, da wäre ein zu großer Altersunterschied, der wurde eines Besseren belehrt. Ganz zwanglos, gleich welchen Alters, besuchten sich gegenseitig die Schülerinnen in den Zimmern,  unterhielten sich, hörten Musik und halfen einander bei Schwierigkeiten. Spätestens, als alle vor dem Haus „Schweinchen in der Mitte“ spielten, ließ sich auch der letzte Skeptiker vom Gegenteil überzeugen.  
 
Text: Frau Sigrid Plutz
Foto: Frau Sigrid Plutz
 


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