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Theatertage


16.07.2013

uf den Brettern, die die Welt bedeuten
Sherlock Holmes und Dr. Watson in Würzburg

Einmal auf den Brettern zu stehen, die die Welt bedeuten! Wer wünscht sich das nicht als angehende Schauspielerin oder jemand, der mit dem Theater oder der Schauspielerei liebäugelt. 
Für die Theater-AG ging dieser Wunsch heuer mit der Kriminalkomödie „(K)ein Fall für Sherlock Holmes?“ in Erfüllung. Wir durften bei den Schultheatertagen des Würzburger Stadttheaters in den Kammerspielen auftreten.
Wir waren gut vorbereitet – dachten wir. Hatten wir nicht die Aufführungen in der Schule am 12., 13. und 14. Juni mit Bravour geschafft?! Auch die Abendaufführung vor Eltern, Verwandten und Freunden! Wir hätten uns nur mehr Zuschauer von der gesamten Schulfamilie oder - ganz verwegen – auch von Fremden, gewünscht. Aber das hat nichts mit unserer Leistung zu tun. Schließlich hatten wir uns vier Monate darauf vorbereitet, den Text gelernt, die deutliche und volle Aussprache in Reimen und Zungenbrechern geübt und uns im Workshop aufeinander eingespielt, so dass die Dialoge flott und ohne Stocken aufeinander folgten. Auch die Geräusche, die Musik und die Szenenausleuchtung klappte wie am Schnürchen. 
.Am 18. Juli nachmittags um 15:00 Uhr sollte unsere Aufführung sein. Für den 16. Juli bekamen wir von 11:30 Uhr bis 14:30 Uhr einen Probetermin. Also wurden wir vom Unterricht befreit und fuhren mit Bus und Bahn nach Würzburg. Frau Plutz hatte zwei Wochen vorher die Vorbesprechungen mit Mitarbeitern von Requisite, Ausstattung und Technik geführt und bereits die Kostüme und Requisiten, die wir selber mitbringen mussten, ins Theater gebracht. Wer aber jetzt glaubt, wir hätten munter drauflos spielen können, hat sich getäuscht!
Wir mussten für die drei Schauplätze in unserem Stück überlegen, wie wir sie auf einer Bühne unterbringen können, ohne groß umzuräumen.  Alex, Sven, Matthias und Wolfgang vom Theater standen mit Rat und Tat zur Verfügung, zogen eine Wand ein und den Bühnenvorhang auf und mit jedem Stuhl, dem Sofa, Tisch und der Fernsehattrappe, die uns Frau Neitzke, Leiterin des Jugend- und Schultheaters am Stadttheater von einem Würzburger Möbelhaus organisiert hatte, konnten wir uns eher vorstellen, dass unser Spiel klappen würde. 
Als wir probten, kam der nächste Schock! Die Beleuchtung war total anders als in der Schulaula, auch das Schattenspiel am Anfang bereitete uns große Schwierigkeiten, da der Bühnenvorhang durchsichtig war und sich die Bewegungen zu deutlich abspiegelten. Unsere Johanna und Johannes vom Theater gaben sich in dem Technikgehäuse redlich Mühe, damit die Szenen deutlich ausgeleuchtet und die richtigen Akzente gesetzt wurden. So spielten wir mehr schlecht als recht und gekürzt unser Theaterstück durch. Danach durften wir noch ein wenig durch Würzburgs Läden ziehen, bevor wir abends nach Hause fuhren. 
Am 18. Juli fuhren wir mit einigem Bauchflattern zum Stadttheater. Ob wohl alles glatt gehen würde? 
Wir kamen rechtzeitig an, um uns die Kriminalkomödie der Maria-Ward-Schule, auch alles Mädchen, anschauen zu können und konnten uns richtig entspannen und lachen bei dem lustigen Stück. 
Danach ging alles ganz schnell. Die Leute vom Theater bauten uns in Kürze die Bühne so auf, wie wir es zwei Tage vorher besprochen hatten, wir zogen uns an und schminkten uns. Natürlich wurden einige von uns ganz hibbelig vor Aufregung. Fünf Minuten vor Beginn „strömten“ die Zuschauer – meistens Schüler – herein und wir begannen pünktlich. Nach dem ersten Szenenapplaus legte sich langsam unsere Aufregung, sahen keine Zuschauer mehr und wir konnten uns richtig auf das Spiel konzentrieren. Alles lief gut, wir hatten kaum eine Panne. Die Bananenschale, die wir vergessen hatten, den Putzfrauen hinzulegen, warf Jana gekonnt ihnen von hinten vor die Füße. Erleichtert und schwitzend (es war auf der Bühne gefühlt fast doppelt so heiß wie draußen bei den 30 Grad) sonnten wir uns im Schlussapplaus. 
Am Ende schafften wir es noch, alle unsere Sachen zusammenzupacken und ins Auto zum Nachhausetransport zu räumen. Sogar einen früheren Bus als geplant erreichten wir und so kamen wir um 17:40 Uhr müde, aber befriedigt, in Volkach am Bahnhof an, wo wir von unseren Eltern abgeholt wurden. 
Obwohl sich so mancher von uns leise überlegte, ob sich der ganze Stress lohnte,  hat es uns doch gefreut und ein wenig stolz gemacht, als wir die Urkunde (unter Glas) vom Stadttheater bekommen haben!
 

Die Theaterspielerinnen Nina, Melina, Jana; Hannah, Antonia, Sarah, Kristin, Lea, Anna, Lace, Lisa-Marie. Johanna und Frau Plutz 



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