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Neue Schulleiterin


23.11.2012

Ein neuer Blick auf das Mosaik der MRS Volkach -
Amtseinführung von Schulleiterin Frau Doris Roth

Nach über 150 Jahren Führung durch Ordensschwestern der Dillinger Franziskanerinnen steht seit diesem Schuljahr 2012/13 eine weltliche Leiterin an der Spitze der Mädchenrealschule Volkach. Am Freitag, dem 23.11.2012 wurde Frau Doris Roth offiziell in ihr Amt eingeführt. Dass in jedem Wechsel auch eine Chance liegt, Neues zu wagen, davon ist die ehemalige Konrektorin unserer Schule überzeugt. Dass sie diese Chance gewinnbringend für alle nutzen wird, ist für die Schülerinnen keine Frage. So meinte Corinna Kaiser, Vertreterin der SMV bei der Feier: „Wir sind uns sicher: Sie werden das Kind schon schaukeln!“ 
Doch Frau Roth weiß auch, dass zum Gelingen ihrer verantwortungsvollen Aufgabe die Unterstützung von vielen Seiten notwendig ist. Sehr anschaulich stellte sie in ihren Gedanken zum Tag ihren ganz persönlichen Blick auf das Mosaik an der Pausenhofmauer der MRS dar: Dem Element Feuer ordnete sie den Schulträger zu, der damals das Feuer entfachte, als die MRS Volkach gegründet wurde. Eines der wichtigsten Elemente überhaupt, das Wasser, welches zu 80% die Erde bedeckt, stand in ihrer Rede für die Schülerinnen, die unser Hauptanliegen im Alltag bilden. Die Luft und mit ihr der Wind werden benötigt, um Energie umzuwandeln. Auch Lehrer seien solche Energieumwandler, die das Potential der Mädchen anstößen, betonte sie. Dankbar könne man jedoch insbesondere der Erde, d.h. den Eltern sein, die uns Lehrern ihre größten Schätze tagtäglich anvertrauen. Ausgehend von diesen vier Elementen unterstrich sie die Notwendigkeit der Zusammenarbeit all dieser „Stückchen“ für das Gelingen des Großen Ganzen. Inge Weimann, als Vertreterin der MAV, versteht Doris Roth als Schnittstelle genau jener Elemente und sprach ihr Mut zu, Neues zu wagen. Volle Unterstützung bei all den Aufgaben an der Spitze der Schule und ihr wie in einem Wildgänseschwarm selbst bis auf den Boden zu folgen und in jeder Lage beizustehen, sicherte die neue Konrektorin Frau Kerstin Petz ihrer Kollegin zu. Elternbeiratsvorsitzende, Angelika Martin, die Frau Roth für ihre Mitten- bzw. Mittlerposition vor allem Gelassenheit wünschte, gab dieser zudem die Bitte mit auf den Weg, bei all den Anforderungen ihren Humor zu bewahren. Die Meinung, dass die neue Rektorin auch diesem Anliegen sicherlich nachkommen kann, vertrat die Freundeskreisvorsitzende Andrea Bätz zweifellos. Sie meint von Frau Roth, dass sie „die richtige Frau, zur richtigen Zeit am richtigen Ort“ sei.
Frau Roth, für die das neue Amt Ehre und Verantwortung zugleich bedeutet, schätzte in ihren Worten die geleistete Arbeit der vergangenen Jahre durch die Dillinger Franziskanerinnen und die gesamte Schulfamilie hoch und freut sich darauf, auf diese Basis aufbauen und jene erhalten zu dürfen. Nicht zu vergessen sei daher auch der Engel des Mosaiks, in dem sie den Himmelsboten sieht, die Kraft von oben, die führt begleitet und bestehen lässt und den franziskanischen Geist unter uns, ohne den wir nicht die Schule wären, die wir sind.
Bericht: Kerstin Hertle
Frau Doris Roth (Direktorin), 
mit Ministerialbeauftragten
Herrn Horst Karch

Frau Kerstin Petz (Konrektorin) mit 
Herrn OrdinariatsratH.-D. Franke vom 
Katholischen Schulwerk München                                     

Provinzoberin Sr. Rita Walter, Bamberg

Chor - Leitung Herr Uwe Ungerer

Frau Doris Roth mit Frau Inge Weimann (MAV)

Ehrengäste

Schülersprecherinnen gratulieren Frau Doris Roth

Instrumentalgruppe - Leitung Herr Wolfgang Baur 

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Zeitungsbericht von Herrn Peter Pfannes:
Die Mädchenrealschule der Dillinger Franziskanerinnen in Volkach hat eine neue Schulleiterin. Doris Roth ist die Nachfolgerin von Schwester Inge Höning, die mit Ende des vergangenen Schuljahrs in den Ruhestand trat. Roth ist die erste weltliche Leiterin der beliebten Schule. Am Freitag wurde sie im Beisein zahlreicher Ehrengäste in ihr Amt eingeführt. "Ich wünsche mir auf allen Ebenen und von allen am Schulleben Beteiligten einen ehrlichen und konstruktiven Umgang miteinander", nannte die neue Schulleiterin ihre Zielsetzung. "Schule soll ein Ort des Lernens, Wachsens und Reifens, ein Ort des Respekts, der Begegnung und des Gebetes sein." Sie wünscht sich aber auch einen Ort des guten Miteinanders, "an dem wir jeden Tag aufs Neue mit Freude zusammenkommen."

Musikalisch begrüßt wurde Roth vom neuen Schulchor, der zu Beginn der Feierstunde in der Aula seine Premiere feierte. „We are the world“ lautete der Titel des Stücks von Michael Jackson, das Uwe Ungerer mit den jungen Frauen einstudiert hatte. Hoffnung und Vertrauen zugleich setzt Schwester Kunigild Steer in die neue Schulleiterin. "Ich bin überzeugt, dass die franziskanische Spiritualität, die wir Schwestern versucht haben vorzuleben, weiterhin das Schulleben durchwirkt und lebendig bleibt - sicher anders, aber gut." Ein "Tau" als franziskanisches Symbol hatte Provinzoberin Schwester Rita Walter aus Bamberg als Erinnerungsgeschenk für die neue Schulleiterin mitgebracht. Junge Leute brauchen nach ihrer Ansicht persönlich und beruflich Halt und Orientierung, Lebensfreude und Lebensmut sowie Gemeinschaft und Achtung vor sich selbst. Im Mittelpunkt stehe die Verbindung zu Gott. Schwester Rita zeigte sich zuversichtlich, dass Roths Kompetenz, Erfahrung und Weitsicht nach der "Stabsübergabe" dazu beitrage. Auch Roths Stellvertreterin Kerstin Petz wünschte sie eine glückliche Hand. Der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Unterfranken Horst Karch erinnerte an den Auftrag der ehemaligen und der neuen Schulleiterin Schularbeit immer unter der Prämisse zu leisten, die Mädchen zu weltoffenen und lebenstüchtigen Christinnen zu erziehen. "Die Bildungschancen unserer Kinder hängen gar nicht von der nächsten Schulreform, nicht von der Klassenstärke oder der Ausstattung eines Schulgebäudes ab. Was wirklich zählt, sind die Menschen die vor der Tafel stehen," sagte Karch und zitierte den Benediktinerpater Anselm Grün: "Es gilt nicht nur, dass jede Leitung auch Erziehungsaufgabe ist, sondern ebenfalls umgekehrt: Jede Erziehung ist auch Menschenführung."

Für Doris Roth ist Teamarbeit ganz wichtig. Sie setzt auf die gesamte Besatzung der Mädchenrealschule Volkach. "Ohne die Besatzung könnte das Schulschiff seine volle Fahrt nicht leisten." Ein Wechsel sei auch eine Chance, das bisher gewohnte Fahrwasser zu verlassen, neue unbekannte Routen einzuschlagen und zu erforschen, ohne dabei das Ziel aus den Augen zu verlieren. Erreicht werden könne das nur durch eine gute und intensive Zusammenarbeit in der Schule und auch außerhalb. Offene Ohren wird sie bei der Stadt und beim Landkreis haben, wie Bürgermeister Peter Kornell (FWG) und stellvertretender Landrat Robert Finster (SPD) versicherten. Auch der Schulreferent der Diözese Würzburg Prälat Günter Putz, Hans-Dieter Franke vom Katholischen Schulwerk München, Freundeskreisvorsitzende Andrea Bätz und Elternbeiratsvorsitzende Angelika Martin wollen der Schule weiter der Rücken stärken.

Die neue Schulleiterin blickt indes zuversichtlich in die Zukunft. "Wir werden weiter bemüht sein, den Schülerinnen eine ganzheitliche Erziehung angedeihen zu lassen." Wie in der Vergangenheit schon will auch Doris Roth mit ihrem Schulteam Werte vermitteln wie Hilfsbereitschaft zeigen, aufgeschlossen sein, Verantwortung übernehmen, gegenseitige Wertschätzung und Respekt entgegenbringen. fp

Zahlen:
371 Schülerinnen besuchen in diesem Schuljahr die Mädchenrealschule in Volkach 
1906 erbaute das Franziskanerinnen-Kloster ein eigenes Schul- und Internatsgebäude.
           
Foto fp Schulleiterin: Jeden Tag aufs Neue und mit viel Freude will die neue Schulleiterin Doris Roth mit den begeisterten Mädchen ihrer Schule zusammenkommen. Fotos: Pfannes
 

Foto fp Schwester Kunigild: "Ich bin überzeugt, dass die franziskanische Spiritualität weiterhin lebendig bleibt - sicher anders, aber gut." 



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