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Herz und Verstand mit Klavierspielen – Instrumentalunterricht an der MRSVO


18.05.2018

 Herz und Verstand mit Klavierspielen – Instrumentalunterricht an der MRSVO


      

Ein Instrument zu erlernen ist eine Herausforderung. Für die Schüler genauso wie für den Lehrer. Dass die Beschäftigung mit Musik nachweislich förderlich ist, daran zweifelt niemand. Musik spricht das Herz und den Verstand gleichermaßen an. Und so kann der Instrumentalunterricht nicht nur als Möglichkeit gesehen werden, sich neue motorische Fähigkeiten anzueignen, sondern sollte auch als Ausgleich zum stressigen Schulalltag verstanden werden.

Vor allem aus diesem Grund findet sich seit Beginn dieses Schuljahres im gemütlichen Theaterraum hinter der Aula einmal pro Woche eine kleine Gruppe sieben mutiger Schülerinnen zusammen, die im individuellen Einzelunterricht versucht, Herz und Verstand in Einklang zu bringen.

Da alle Schülerinnen vorher noch nie Klavier gespielt hatten, begannen alle mit dem gleichen Wissen und Können.

Für mich als Lehrer besteht die Herausforderung vor allem darin, auf die Wünsche und Fähigkeiten der Schülerinnen einzugehen, ohne das Einüben der technischen Schwierigkeiten des Instruments zu verharmlosen. Sicher – die Schülerinnen haben allesamt unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen, dennoch wurde ziemlich schnell allen zusammen klar, dass ohne Übung kein wie auch immer geartetes Ziel erreicht werden kann.

Ich freue mich als ehemaliger Musiklehrer der MRSVO sehr, dass die Schulleitung dieses durch mich auf privater Basis durchgeführte Angebot unterstützt und die Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung stellt. Ansonsten wäre es nicht möglich, den Klavierunterricht kostengünstig anzubieten – zumindest im Vergleich zu anderen Privatlehrern und Musikschulen.

Ich würde mir wünschen, dass dieses Angebot auch in Zukunft von den Schülerinnen und Eltern wahrgenommen wird, gerade von denjenigen, die Aufgrund des Nachmittagsunterrichts, der OGS, hoher Unterrichtskosten an anderen Einrichtungen oder auch aus organisatorischen Gründen (z. B. lange Anfahrtswege vom Wohnort aus) nicht die Möglichkeit haben, ihren Kindern das Klavierspielen zu ermöglichen.

 

Uwe Ungerer, Musik- und Klavierlehrer


Und was sagen die Klavierschülerinnen?

„Ich mache sehr gerne Musik, weil es mir Spaß macht und ich dabei vom Lernen abschalten kann. Auf dem Klavier habe ich früher schon gerne gespielt. Ich würde auch im kommenden Jahr gerne weitermachen, weil es sehr viel Spaß macht.“ Pia Kruggel, 6. Klasse

Für mich bedeudet das Musik machen, einfach mal abschalten vom ganzen Schulstress und machen was mir Spaß macht. Musik soll auch keinen Einfluss auf meine berufliche Laufbahn nehmen, sondern nur ein schönes Hobby sein. Ich habe mich für das Klavier als Instrument entschieden, weil ich erstens gerne ein Tasteninstrument lernen wollte und zweitens das Klavier für mich einen besonders schönen Klang hat. Im Vergleich zu anderen Instrumenten ist es für mich auf Grund der vielen verschiedenen Töne ein Instrument, mit dem ich leichter meine Gefühle ausdrücken kann als beispielsweise mit einem Blasinstrument. Bevor ich dieses Jahr in der Schule bei Herrn Ungerer begonnen habe, hatte ich bereits schon einige Vorkenntnisse von früheren Unterrichtsstunden zuhause. Dadurch fiel mir der Unterricht anfangs leicht, doch schnell merkte ich, dass Klavier spielen doch etwas schwerer ist als erwartet. Ich habe es mir zum Beispiel leichter vorgestellt Stücke zu spielen, bei denen die linke Hand völlig andere Noten spielt als die Rechte. Ich würde den Unterricht nächstes Jahr gerne weiterführen, doch mit dem Abschluss der 10. Klasse werde ich schließlich auch meine ganzen sechs Jahre Realschulzeit beenden und damit auch die Möglichkeit auf ein weiteres Jahr Klavierunterricht. “ Lisa Schmiedel, 10. Klasse

 

 



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