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Europäische Talentakademie


08.01.2015

Europäische Talent Akademie Lindau – Eine einmalige Chance
 
Alles begann im Februar, als mich meine damalige Klassenlehrerin Frau Manno fragte, ob sie mich im Namen unserer Schule für die europäische Talent Akademie in Lindau vorschlagen dürfte. Ich war total überrascht und konnte aber anfangs nichts mit dem Ganzen anfangen. Mir wurde erklärt, dass jede Schule in Bayern, Österreich, Südtirol und der Schweiz einen Schüler/bzw. eine Schülerin aus der 10. oder 11. Jahrgangstufe dafür vorschlagen darf. Von diesen Bewerbern werden jedes Jahr 60 vom veranstaltenden Fraunhofer Institut ausgewählt – und ich war eine davon.
 
Wir Teilnehmenden waren alle unterschiedlich, einige waren sehr sportlich, andere sehr musikalisch und unsere Interessen waren weit über die verschiedenen Bereiche gefächert. Doch eines hatten wir alle gemeinsam: Wir waren motiviert, kontaktfreudig, offen für Neues und hatten Lust, die Akademie mit unseren eigenen Ideen mit zu gestalten. 
 
Diese/Die Akademie bestand aus drei Teilen: Vor- und Nachbereitungswochenenden im Mai und Oktober und der zweiwöchigen Akademie im August. 
 
Für diese Zeit wurden wir Teilnehmenden in einen der fünf Kurse eingeteilt, die wir uns aussuchen durften. Ich entschied mich für Kurs 3: „Von analog bis digital – eine Zeitreise durch die Fotografie“. Wir waren zusammen mit unseren Leitern, Ralf und Cordula, eine super Gruppe und konnten wahnsinnig viel von ihnen lernen und ihre Leidenschaft für die Fotografie sprang sofort auf uns über. Mir haben besonders gut die Vielseitigkeit der Themen und das praxisorientierte Arbeiten gefallen. Unsere erste Kursstunde begann beispielsweise damit, dass wir aus alten Blechdosen unsere eigene funktionierende Lochkamera bauten. Des Weiteren haben wir noch Cyanotypie (Blaudruck) gemacht, Emulsionslift, eine von unserem Leiter entwickelte Technik, und analoge Filme aufgespult und entwickelt. Auch das Digitale durfte natürlich nicht zu kurz kommen. So beschäftigten wir uns mit Bildbearbeitung, 3D-Fotos und noch vielem mehr.
 
Auf das Musische wurde in den zwei Wochen auch viel Wert gelegt. Deswegen konnten wir uns zwischen den kursübergreifenden Angeboten Chor und zeitgenössischer Tanz entscheiden. Anfangs kam uns diese Tanzart etwas befremdlich vor, aber schon nach kurzer Zeit hat es uns wahnsinnig viel Spaß gemacht und am Ende kam eine sehenswerte Performance dabei raus.
 
Wir hatten in der Zeit aber auch besondere Ausflüge, zum Beispiel den Grillabend am See mit Schwimmen, Singen am Lagerfeuer und einem interessanten Vortrag eines Berufsfischers über seine Arbeit.
Ein weiteres Highlight war unser Besuch der „Zauberflöte“ auf der Seebühne in Bregenz. Nach der Vorstellung waren wir alle regelrecht verzaubert von der Inszenierung und der Atmosphäre.
Die Krönung der zwei Wochen bildete jedoch unser grandioser Abschlussabend, bei dem unsere Familien und Freunde geladen waren. Hier zeigten die Kurse jeweils einen Sketch über ihre Arbeit, die Tänzer präsentierten ihre Performance und der Chor, die Band und das Orchester sorgten durch ihre Stücke für die perfekte Abwechslung. Nach der Urkundenvergabe und der Überraschung von unseren Kursleiter und Betreuer war der offizielle Teil beendet und wir haben bis spät in die Morgenstunden getanzt und die gemeinsame Zeit genossen. 
 
Am nächsten Tag war dann leider schon der tränenreiche und schwer fallende Abschied gekommen. Ich habe hier so tolle Freundschaften, auch über die Landesgrenzen hinaus, geschlossen, die ich unbedingt weiter erhalten möchte.
 
Die Akademie war für mich eine aufregende und lehrreiche Zeit, die ich niemals vergessen werde. Ich möchte mich ganz herzlich bei der Schulleitung, Frau Roth und Frau Petz, und bei Frau Manno für diese einmalige Chance bedanken.
 

    

    
 
Text und Fotos: Sophia Engert


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