Sitemap & Kontakt

Zurück

Einweihung der Aula


06.02.2011

Zeitungsbericht:
Volkach (rr) Der Abschluss der umfangreichen Baumaßnahmen an der Mädchenrealschule der Dillinger Franziskanerinnen im Kloster St. Maria wurde  gemeinsam mit der großen Schulfamilie und vielen Gästen begangen. Die Segnung von Innenhof, Hortraum und Aula nahm Dekan Johannes Hofmann vor. Im Mittelpunkt stand der franziskanische Gedanke.
„Was lange währt, wird endlich gut“, wandte sich Oberin Kunigild Steer zu Beginn der Einweihungsfeier an die zahlreichen Verantwortlichen, Freunde des Klosters, Mitschwestern und prominenten Gäste. „Es war ein langes Jahr,  verbunden mit Baulärm und vielen Absprachen in den verschiedensten Bereichen. Doch heute können wir Gottes Segen für unseren Einsatz in Erziehung und Bildung junger Menschen erbitten“.
Mit einem herzlichen „Vergelts Gott“ bedankte sich Provinzoberin Schwester Rita Walter bei allen Firmen und Mitarbeiten für ihre fleißige, zielstrebige, innovative und solide Arbeit, bei ihren Mitschwestern für eine „große und anerkennenswerte Leistung“. Beeindruckend für sie war vor allem, dass sich Lehrer, Erzieher, Schülerinnen und Hortkinder an der Gestaltung der Räume so engagiert beteilt hatten. Wände und Geländer in farblichem Einklang seien geschmückt mit franziskanischen Motiven – der Sonnengesang begeistere für Franziskus und motiviere zu Lob und Dank an den Schöpfergott. Das franziskanische Tau aus Olivenholz, das Schwestern aus Assisi mitgebracht hatten, sei als Symbol für die franziskanische Familie zu werten, ein Vermächtnis des Hl. Franziskus, ein Zeichen des Segens und des Friedens.
Warum die Dillinger Franziskanerinnen den mühevollen Umbau auf sich genommen und so viel Energie und Geld investiert hatten, erklärte die Provinzoberin Rita Walter mit der allgemeinen Raumnot. Nun ermöglichten die Gruppenräume das Lernen und Arbeiten in kleineren Gruppen, die Aula würde genutzt zu Gesprächen, Fortbildungen und als Begegnungsstätte für die  Franziskanerinnen. Nicht zuletzt würde hier Theater gespielt, was in sich nochmals eine persönliche und bereichernde Wertebildung darstelle.
„Meine Architektur soll in diesem Haus dazu beitragen, eine Geschichte über den Hl. Franziskus zu erzählen, ging Architekt Florian Göger auf die Sanierung und Modernisierung der Bäder, die energetische Optimierung der Gebäudehülle und die Anpassung des baulichen Brandschutzes ein. Im Zug dieser drei Themen sollte im Dachgeschoss außerdem ein heller, freundlicher Gemeinschaftsraum geschaffen werden, das Treppenhaus den sicherheitstechnischen Anforderungen angepasst und darüber hinaus der kleine Innenhof hergereichtet werden. Bei der Suche nach einem strukturellen und inhaltlichen Konzept, sei er auf den Sonnengesang des Hl. Franziskus gestoßen, ein zentrales Element der franziskanischen Lehre. Dieser Sonnengesang bilde sozusagen den neuen Rücken des Gebäudes. In Anlehnung daran habe er zunächst jedem Geschoss eine Strophe dieses Sonnengesangs und damit auch eine Farbe zugeordnet. Die Schülerinnen hätten sich nun wiederum passend zu den jeweiligen Sonnengesangstrophen Symbole ausgedacht und dies auf ein Malervlies aufgemalt. Die fertigen Symbole wurden dann ausgeschnitten und auf dieses weiße Band tapeziert, das durch alle Stockwerke bis ins Dachgeschoss schwingt. Jedenfalls hatten sich die Schülerinnen mit vielen Aktivitäten aktiv am Gestaltungsprozess der Gebäudesanierung beteiligt. Selbst im Innenhof spiegele sich der franziskanische Gedanke wider. Göger`s Fazit: Der franziskanische Gedanke, der in diesem Gebäude verborgen liegt, hängt mit dem Sinn zusammen, der dieses Haus zusammenhält. Der Sonnengesang steht sozusagen als franziskanische Metapher für diesen Sinn und bietet Menschen, die dieses Haus nutzen, in Zukunft die Möglichkeit, sich davon inspirieren zu lassen“.
Musikalisch gestaltet wurde die Feierstunde von Annika Drescher, Theresia Nusser und Barbara Staudt (Klarinette), von Julia Lang (Klavier), Tanja Waidmann (Keyboard), Katharina Reuß und Patricia Volk (Geige), Maria-Theresia Christ, Teresa Brand, Laura Englert, Elisabeth Klüpfel und Franziska Stock (Querflöte), Leitung Wolfgang Baur. Die Hortkinder eröffneten die Begegnung mit einem Tanz um den neu gepflanzten Apfelbaum. Abgerundet wurde der Nachmittag mit dem Stück „Smiley-Bande“, das die Theatergruppe unter Leitung von Sigrid Plutz spielte.
Im Bild: Landrätin Tamara Bischof, Provinzoberin Schwester Rita Walter, Architekt Florian Göger, Schulleiterin Schwester Inge Höning und Oberin Schwester Kunigild Steer.
Christine Bender - ehemalige Schülerin - Bezirksrätin
Zuschauer des Theaterstücks - in der neuen Aula
"Drei 'schwere' Jungs"
Die Smilybande

Wandgemälde - gestaltet von Schülerinnen 



Zurück