Sitemap & Kontakt

Zurück

Besuch der Ferienakademie


18.05.2015

Besuch der Ferienakademie Kunst, Musik und Theater in Roggenburg
 

    

    
 
Vom 06.04. bis 10.04.2015 besuchte ich die Ferienakademie im Kloster Roggenburg. Dies ist ein Bildungszentrum, das Schülern ab der 8. Klasse ermöglicht, mit Künstlern und Musikern in kleinen Gruppen zusammenzuarbeiten. Wie in der Überschrift schon erwähnt, konnte man aus drei verschiedenen Bereichen wählen: Kunst, Musik und Theater. Da ich bereits seit der 5. Klasse in der Schule Theater spiele, nahm ich das Kursangebot von Volkram Zschiesche wahr, „Wer bin ich? - Warum bin ich? - Wer will ich sein? - Zu wem werde ich, wenn ich die Bühne betrete?“.
In der Gruppe waren 15 Teilnehmer im Alter von 13 bis 18 Jahren.
An der Abschlussveranstaltung führten wir kein Theaterstück auf, sondern zeigten verschiedene Übungen, die auf Körper und Geist bezogen waren. Eine davon war nach einem Gefühl zu laufen: Wenn du glücklich bist, gehst du anders durch dein Leben, als wenn du traurig bist. Auch machten wir viele Impulskreise, d. h. wir standen im Kreis und gaben unterschiedliche Geräusche, Mienen und Gesten an den Nachbarn weiter. Es wurden dann immer mehr Impulse, so dass wir uns konzentrieren mussten, um keinen Fehler zu machen.
Und da wären wir auch schon beim nächsten Thema, Fehler!
Ich lernte, es gibt keine Fehler!
Wie oft am Tag denken wir: „Sch****, jetzt habe ich schon wieder etwas falsch gemacht.“
Wir haben ca. 60.000 Gedanken pro Tag und 97 % davon sind negativ.
Versuche einmal in zehn Sekunden zehn Schwächen zu benennen und dann nochmal zehn Stärken. Und was fällt dir leichter? Bestimmt die Schwächen. Anstatt uns einmal zu loben, ziehen wir uns jeden Tag mit unseren Gedanken runter.
Auch über das Wort „selbstbewusst“ haben wir gesprochen. Was heißt „selbstbewusst“?
Es heißt nicht, keine Fehler zu haben, cool zu sein, keine Schwäche zeigen zu dürfen,
sondern dir selbst bewusst zu sein, wer du bist und was du willst. Denn nur wenn du dich und dein Ziel kennst, kannst du ehrlich durch dein Leben gehen.
Dann unterhielten wir uns in Fantasiesprache, schrien, tobten und beschimpften die
Götter. Der Rest der Gruppe schenkte einem seine ganze Aufmerksamkeit, was wirklich
gut tat.
Es gab auch oft Vorstellungsrunden, bei denen man vor der Gruppe stand und über seine
Schwächen, Stärken, Wünsche/Ziele berichtete.
Das Schöne aber war, jeder machte mit und man hatte das Gefühl, dass man sich nichts vergab, auch wenn man weinte.
Vielleicht findest du das jetzt komisch, aber ich lernte, wenn du dir bewusst wirst, was du wirklich willst, was dich glücklich macht, dann kannst du es auch erreichen. Natürlich nicht immer auf geradem Weg, sondern auch auf dem steinigen, unebenen Pfad. Vielleicht hast du ein Ziel für dein späteres Leben oder eine Idee, was du einmal machen möchtest, bist dir aber noch nicht zu 100% sicher. So war es bei mir. Aber jetzt weiß ich, was ich will und das tut so gut, wenn man mit gutem Gewissen in den Tag starten kann und weiß wofür man früh aufsteht und wofür man kämpft.
 
Text: Jana Emmert, 10 c
Foto: Herr Uwe Ungerer (privat)
 


Zurück