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Besuch aus Kenia


02.05.2016

Besuch aus Kenia
 

    

    
 
Im Erdkundeunterricht der 7. Klassen lernen die Schülerinnen den Kontinent Afrika kennen.
Außer Klima und Vegetation wurden auch Themen wie Lebensbedingungen der Menschen und Hilfsmöglichkeiten für die Bevölkerung besprochen. So war am 27.04.2016 eine gute Gelegenheit mit einem Gast aus Kenia ganz konkret über Probleme der armen Familien auf dem Land und besonders über die Rolle von Frauen und Mädchen sprechen zu können. Über Frau Katharina Ländner-Mack, einer Kollegin aus der OGS unserer Schule, kam der Kontakt zu Frau Sophie Elizabeth Kibuywa zustande. Vorbereitet durch ein Referat über Kenia, das in beiden Klassen gehalten wurde, und einigen Fragen, die im Englischunterricht erarbeitet wurden, freuten sich die Mädchen auf die etwas andere Schulstunde. Nachdem sich Miss Sophie persönlich vorgestellt hatte, erzählte sie eindrucksvoll von ganz alltäglichen Problemen im ländlichen Raum ihres Heimatlandes. Sie stellte Projekte vor, wie man die Lebenssituation der Landbevölkerung langfristig verbessern kann. Sie arbeitet im Vorstand der fimarc, dem Internationalen Verband Katholischer Ländlicher Erwachsenen Bewegungen. Miss Sophie erzählte den Schülerinnen, dass sie sich bewusst dafür entschieden hat, keine eigene Familie zu gründen, um sich ganz ihren Hilfsprojekten widmen zu können. Die von den Mädchen gestellten Fragen zu ihrer Person und zu Afrika beantwortete Miss Sophie geduldig und besonders positiv war zu beachten, dass der Dolmetscher, Herr Stefan Ländner, nur sehr wenig gebraucht wurde, weil die Schülerinnen ihre Englischkenntnisse gut anwenden konnten. Erfüllt von vielen Eindrücken und nachhaltigen Gedanken ging diese Erdkundestunde viel zu schnell vorbei.
 
 
Text und Fotos: Frau Uschi Gremler (Erdkundelehrkraft)
 


         


    

 
Sophie Elizabeth Kibuywa aus Kenia am 10. Mai 2016 zu Gast in Volkach
 
Im Jahr 2014 fand in der Diözese Würzburg die Konferenz der weltweiten Landvolkbewegung (fimarc) statt. Hier trafen wir zum ersten Mal Sophie. Sie berichtete damals von der Not in ihrem Land Kenia und ihrer Arbeit, besonders für Frauen und Mädchen. Sophies persönliche Ausstrahlung und ihr Engagement für die Bevölkerung ihrer Heimat überzeugten meine Schwester und mich sehr. 
Nachdem in diesem Jahr wieder eine "Weltversammlung" der fimarc in Brüssel geplant war, luden wir Frau Kibuywa nach Unterfranken ein und überlegten, was für sie wichtig sein könnte und ihre Arbeit bereichern würde. Ihre Schwerpunkte Kinder, Mädchen, Frauen, Landwirtschaft versuchten wir aufzugreifen. 
So freute es mich, dass es möglich war, dass Sophie auch die Mädchenrealschule der Dillinger Franziskanerinnen Volkach besuchte.
In zwei Erdkunde-Unterrichtsstunden bei Frau Uschi Gremler konnte sie sich einen Einblick in unser Schulsystem verschaffen. Die Fragen der Mädchen zeigten das Interesse an dem Land und den Menschen in Kenia, aber auch an der Arbeit von Sophie auf. Frau Kibuywa freute sich über die Englischkenntnisse der Schülerinnen und deren Wissenshunger.
Rektorin Frau Doris Roth stellte anschließend die Schule mit den einzelnen Bereichen und Räumen vor. Sophie Kibuywa hörte sehr aufmerksam zu und fragte auch immer wieder nach. Sie war überrascht und begeistert von der Ausstattung der Schule. 
Bei einer Tasse Kaffee wurden intensive Gespräche mit verschiedenen Lehrkräften geführt. Dabei äußerte Sophie, dass sie gerne für die Mädchen ihrer Region eine Schule mit Übernachtungsmöglichkeit  schaffen möchte. Die Schulwege für weiterführende Schulen sind zu weit um sie täglich zurückzulegen und somit ist eine weitere Bildung nicht möglich. Sie ist auf der Suche nach Unterstützern für dieses Projekt.
Einen umfassenden Einblick ins Klosterleben ermöglichte Sr. Kunigild Steer. Sie zeigte die Räume, die von den Schwestern bewohnt werden, z.B. die Klausur, den Speisesaal, Aufenthaltsräume und die Räume der Verwaltung. Sophie war begeistert von der gesamten Einrichtung. Besonders überraschte sie der Speiseaufzug von der Küche zum Speisesaal der Schwestern. So etwas hatte sie noch nie gesehen und musste es sogleich mit ihrem Handy fotografieren.
Zum Abschluss besuchten wir die Kapelle, wo Zeit für ein "Segne du Maria" und ein kurzes Gebet blieb.
Frau Sophie Kibuywa bedankte sich von ganzem Herzen für den Besuch und die Führung in der Schule und im Kloster. Viele Eindrücke und Anregungen nimmt sie mit nach Hause und wird sie dort in ihre Arbeit einfließen lassen.
 
 
Text und Fotos: Frau Katharina Ländner-Mack
 
 
 
 


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